Seite auswählen

Leo Barmettler

1915
Als jüngstes von fünf Kindern kommt Leo Barmettler am 28. Mai im Meierhöfli in Ennetmoos zur Welt. Eine Berufsausbildung zu absolvieren war in der damaligen Welt nur wenigen vorbehalten un blieb auch Leo verwehrt. So arbeitet er daheim “rund ums Meierhöfli” als Kleinbauer und Holzrüster in der nahegelegenen “Stuidehütte”. Nebst den strengen Arbeiten bleibt nur wenig Freizeit. Diese wird in der Familie Barmettler mit viel musizieren intensiv genutzt und bietet so eine willkommene Abwechslung im strengen Alltag. Leo spielt bereits als kleiner Knabe auf der Violine zusammen mit seinen Brüdern sehr gerne Volksmusik.
Die ersten Geigenkenntnisse erwirbt sich Leo als junger Mann in Hergiswil. Unzählige Male fährt Leo mit seinem Fahrrad den Weg von Ennetmoos ins Lopperdorf am Vierwaldstättersee um dort seine Kenntnisse im Geigenspiel zu vertiefen. Nach dem frühen Tod von Geigenspieler Noldi Barmettler “Aegerte Noldi” übernimmt Leo im dessen Platz als Musikant bei der “Huismuisig im Aegertestübli”. Die vielfältige Instrumentierung gibt der Formation ihren speziellen Charakter:  nebst dem Schwyzerörgeli (Karl Barmettler) erklingen zwei Halszithern (Robert Schmidiger und Albert Keiser) sowie der Kontrabass (Arnold Flury). Die Violine von Leo Barmettler untermalt auf lüpfige Art den typischen und besonderen Huismuisigstil.

1955
Im Oktober  heiratet Leo Barmettler die Obwaldnerin Luise Imfeld aus dem nahen Alpnach. Gemeinsam mit seiner lieben Luise geniessen sie im Meierhöfli in Rohren, Ennetmoos gelebte Harmonie.

1964 – 1973
Das urtümliche Musizieren der eigenwilligen Formation ist weitherum bekannt und beliebt und führt bald schon zur Möglichkeit, Tonträgeraufnahmen zu machen: so im Jahre 1964 für die Fernsehsendung “Stadt und Land” mit Wysel Gyr und ein Jahr später für drei Schallplatten mit insgesamt 12 volkstümlichen Tänzen. Die erste Langspielplatte wird im Jahr 1973 zusammen mit dem Jodlerklub “Echo vom Pilatus” aus Hergiswil produziert.

1975 – 1978
Nach der Namensänderung im Jahr 1975 in “Ennetmooser Huismuisig” kann die Muiskformation drei Jahre später 1978 mit einer weiteren Langspielplatte ihr 40-jähriges Bestehen feiern.

Leo Barmettler kann keine Noten lesen. Sein ausgezeichnetes Musikgehör ermöglicht es ihm im Stegreif zu spielen und zu komponieren. Leo spielt nicht nur Violine. Auch mit der Handorgel, dem Kontrabass oder mit dem Klavier versteht er es hervorragend zu musizieren. Leo ist die Förderung von Jungmusikanten ein grosses Anliegen, aus diesem Grund stellt er dem “Volksmusikverein Ennetmoos” die Rechte seiner Musikstücke zur Verfügung.

2004
Mit 89 Jahren stirbt Leo Barmettler am 22. Nov. 2004 im Altersheim Öltrotte in Ennetbürgen, wo er seine letzten Lebensjahre geniessen durfte.